Die Saarschleife bei Mettlach
Die Mosel bei Cochem
Der Rhein bei St. Goarshausen
Die Ahr bei Ahrweiler

Demnächst

21.03.2026 10:00 Uhr
Ratstagung 2026

Wir im Südwesten

 

Der Landesverband Südwest besteht aus 30 Gemeinden mit ca. 2.200 Mitgliedern in Rheinland-Pfalz und im Saarland.

Die drei Flüsse Saar, Mosel und Rhein durchziehen das Gebiet des LV Südwest. Um in Bildern zu sprechen: Wenn in Saarbrücken ein Segen in die Saar gegeben wird, kommt der auch in Remagen und Linz vorbei, was mit Segen aus der Himmelswelt auch genau so gut flussaufwärts geschehen kann; und so wünschen wir uns eine Verbundenheit der Gemeinden zum Segen aller, ausdrücklich auch über unsere Gemeinden und ihre Mitglieder hinaus in die Bundesländer.
Bei der überregionalen Arbeit im Landesverband geht es um den Austausch von Informationen und Erfahrungen, um das Umsetzen gemeinsamer, größerer Projekte, um eine Stärkung der Ortsgemeinden und die Gründung neuer Gemeinden.
Auf diesen Seiten stellen wir Ihnen unseren Landesverband vor: seine Kirchengemeinden, seine Angebote, seine Aufgaben.
Sie sehen Termine des Landesverbandes Südwest und der Gemeinden, soweit uns zur Veröffentlichung gegeben wurden.
Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit, eine Gemeinde in Ihrer Nähe zu finden.

Für Fragen, Anregungen oder Kritik steht Ihnen unten auf der Seite ein Kontaktformular zur Verfügung.

 

LV Südwest - wie geht es weiter?

 

Segen bewegt -

Geleitwort von Natalie Georgi und Christoph Stiba zum Landesverbandsrat 2026Georgi und Stiba auf A5

BEFG-Präsidentin und Pastorin Natalie Georgi und Generalsekretär Pastor Christoph Stiba ermutigen die Mitarbeitenden der Landesverbände, den Bund auch in seiner neuen Struktur mitzugestalten.

„Ich will dich segnen und du sollst ein Segen sein“ (1. Mose 12,2). Gott spricht diesen Satz zu Abraham (damals noch Abram). Gott hat ihn beauftragt, seine Heimat zu verlassen und in das Land zu gehen, das Gott ihm zeigen wird. Dafür sagt Gott ihm am Anfang seines neuen Wegs seinen Segen zu – und auch, dass er selbst zu einem Segen für andere werden wird. Segen bewegt. Das ist unsere tiefe Überzeugung. Wir sind bewegt von dem Segen, den Gott schenkt, und wollen uns gleichzeitig bewegen lassen, um ein Segen für Menschen zu sein. „Unser Bund – Segen bewegt“ ist der Leitsatz für unseren Strukturprozess und gleichzeitig unser Jahresthema 2026.

Strukturen grundlegend erneuern

Als Bund haben wir beschlossen, unsere Strukturen grundlegend zu erneuern, weil wir überzeugt sind: Nur wenn wir uns auf den Weg machen und uns verändern, können wir den Herausforderungen unserer Zeit begegnen und handlungsfähig bleiben. Ziel dieser Veränderung ist es, Euch als Gemeinden wirksamer darin zu unterstützen, das Evangelium lebendig, missionarisch und generationenübergreifend zu leben. Denn Gemeinden sind Hoffnungsorte, die bewegt von Gott Segen weitergeben und ihr Umfeld mitgestalten – in der Vergangenheit, heute und auch in Zukunft im Rahmen einer neuen Struktur. Der Bund wird künftig in 25 Regionen gegliedert, die die regionale Struktur aus zwölf Landesverbänden ablösen.

Die zwölf Landesverbände sind zum Segen für die Gemeinden geworden. Vielen Dank an alle, die haupt- und ehrenamtlich im Landesverband mitgearbeitet haben! Ihr habt dazu beigetragen, dass sich Gemeinden vernetzen, gegenseitig unterstützen und gemeinsam Aufgaben wahrnehmen. Ihr habt im Landesverband ökumenische Beziehungen zu anderen Kirchen gepflegt, die Gemeindearbeit durch Beratungsangebote unterstützt und diakonische Zusammenarbeit koordiniert. Eure Arbeit war und ist ein Segen. Wir wünschen Euch, dass Ihr als Gemeindevertreter und -vertreterinnen weiterhin Segen erlebt und auch weitergeben könnt – in dieser und der neuen Struktur.

Auf der Bundesratstagung 2005 wurden die damaligen Vereinigungen in Landesverbände überführt. So hat sich unser Bund über die Zeiten immer wieder verändert, um die Zusammenarbeit der Gemeinden auf eine solide Basis zu stellen. Nun sind wir auf dem Weg, 25 Regionen und Regionalteams zu bilden. Langsam zeigt sich, wie die neue Struktur in den Regionen konkret Gestalt annimmt. Dabei habt Ihr die Möglichkeit, mitzumachen. Mit Eurer Mitwirkung wird die neue Struktur mit Leben gefüllt: in den Regionalteams, in den Themennetzwerken, die es schon gibt und die noch entstehen, sowie in den jungen Parlamenten. Wir ermutigen Euch, unseren Bund mitzugestalten.

Im letzten Jahr haben wir uns an vielen unterschiedlichen Stellen – auch in der Ökumene und in den Landesverbänden – mit dem Gedenken an 500 Jahre Täuferbewegung beschäftigt. Dieser dritte Flügel der Reformation setzte sich von Anfang an gegen Widerstände für Ideale wie Religionsfreiheit und Gewaltlosigkeit ein, die noch heute von ungebrochener Aktualität sind. Als Baptistinnen und Baptisten wissen wir uns dem täuferischen Erbe verbunden und verpflichtet: den Grundsätzen der Religionsfreiheit, der Glaubenstaufe, der freiwilligen und verbindlichen Gemeindemitgliedschaft in der Nachfolge Christi, einem mündigen Christsein und der Trennung von Kirche und Staat. Möge auch das Erbe der Täuferbewegung uns immer wieder daran erinnern, das Evangelium in den Herausforderungen der Gegenwart zu verkündigen und in Freiheit zu gestalten.

Zur Freiheit hat uns Christus befreit

„Zur Freiheit hat uns Christus befreit“, heißt es im Galaterbrief 5,1. Deswegen wollen wir aufstehen, wo Menschen unterdrückt werden, wo sie ausgegrenzt und verurteilt werden. Wo Menschen in unseren Gemeinden Unrecht erlitten haben, wollen wir erlittenes Unrecht nicht im Verborgenen lassen. Zu diesem Zweck wurde auch die Kommission zur Aufarbeitung sexualisierter Gewalt berufen. Sie soll Räume für die Erfahrungen der Betroffenen eröffnen und eine Grundlage für Konsequenzen für die Gegenwart und die Zukunft schaffen.

Wir leiden derzeit besonders mit den iranischen Geschwistern in unseren Gemeinden und mit ihren Angehörigen im Iran. Wir beten und hoffen mit ihnen. Und wir erwarten von den politisch Verantwortlichen in Deutschland und weltweit, dass sie sich mit Nachdruck für ein Ende der Gewalt einsetzen. Friedlich, aber entschieden. Im Iran und an anderen Kriegsorten. Zugleich vertrauen wir darauf, dass Gott, der Himmel und Erde gemacht hat, in diesen Situationen Frieden wirken kann.

Wir vertrauen darauf, dass Gott mit uns unterwegs ist und sein Segen uns bewegt. Die neue Struktur, die die Landesverbände ablöst, ist eine Antwort auf die Veränderungen unserer Zeit. Diese Veränderung bringt auch Abschiede mit sich: Einige Aufgaben werden nicht weitergeführt und in einigen Landesverbänden wird dies auch die letzte Landesverbandsratstagung sein. Wir sind allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dankbar für ihre engagierte und hervorragende Arbeit! Wir wünschen Euch in dieser Übergangszeit Raum zu bewältigen, Euch zu erinnern und neue Wege zu finden.

Wir wünschen Euch Gottes reichen Segen für Euren Landesverbandsrat!

Natalie Georgi, Präsidentin
Christoph Stiba, Generalsekretär

 

Die Beweise für die Auferstehung

 

Die Beweise 

Für die Auferstehung Jesu von den Toten

Morgenrote 

Immer an Ostern, wenn die Christen die „wahrhaftige“ Auferstehung Jesu von den Toten feiern, gibt es seit geraumer Zeit Zeitungsartikel und Fernsehsendungen, die nachweisen wollen, dass es Jesus nie gegeben hat oder dass zumindest die Auferstehung Humbug sei. Was kann man solcherart Zweiflern entgegenhalten?

Beiläufig und wahrscheinlich unbeabsichtigt wird in sogenannten „Dokus“ der christliche Glaube als etwas Irrationales infrage gestellt. Es gibt sogar „Christen“, die die historische Existenz Jesu anzweifeln. Vielleicht haben auch Sie gelegentlich Zweifel an der Auferstehung Jesu und damit an der Kernbotschaft unseres Glaubens? 

Ich möchte Sie mitnehmen auf meine Spurensuche und warum ich nicht nur glaube, sondern fest davon überzeugt bin, dass Jesus gelebt hat und von den Toten auferstanden ist. 

Frauen am Grab

Alle vier Evangelien berichten über das leere Grab. Aber in Details unterscheiden sie sich. Der Evangelist Matthäus (Mt 28,1-10) erzählt, dass „nach dem Sabbat, beim Anbruch des ersten Tages der Woche“ Maria aus Magdala und die andere Maria“ zum Grab gingen. Wer die „andere Maria“ war, erklärt der Evangelist Johannes (Joh 19,25): „Bei dem Kreuz Jesu standen seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, die Frau des Kleophas.“

Als die Frauen das Grab erreichten, geschah ein „gewaltiges Erdbeben, denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf“, schreibt Matthäus weiter. 

Vor dem Grab waren Wächter platziert, die die Aufgabe hatten, zu verhindern, dass die Anhänger Jesu seinen Leichnam entwenden würden. Bei der Erscheinung des Engels fielen sie um „und waren wie tot“. Der Engel besänftigte die beiden Marias und sagte „Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch den Ort an, wo er lag!“ Die Frauen eilten daraufhin voller Furcht aber auch mit großer Freude zurück zu den Jüngern, um ihnen zu berichten. Unterwegs begegneten sie außerdem Jesus, der ihnen auftrug, sie sollten seinen „Brüdern“ sagen, er werde sich ihnen in Galiläa noch einmal zeigen. 

Der Stein war zu groß

Was fällt auf? Die beiden Frauen hätten niemals alleine den riesigen Stein vor dem Grab beseitigen könne. Auch die Wächter hätten sie bestimmt nicht passieren lassen. Alle irdischen Vorkehrungen gegen eine Entwendung des Leichnams waren getroffen worden. Und dennoch war Jesus nicht mehr da. Die Frauen konnten sich vom leeren Grab überzeugen. 

Auch Markus (Mk 16,1-8) berichtet von Frauen auf dem Weg zu Grab. Er beschreibt drei Frauen, darunter Salome, die Mutter der Apostel Jakobus und Johannes. Bei ihrer Ankunft am Grab war der Stein schon weggewälzt. Als sie in die Grabhöhle traten, fanden auch sie einen Engel vor, der die gleichen Worte sprach wie bei Matthäus. „Er ist auferstanden; er ist nicht hier. Sagt es seinen Jüngern und dem Petrus.“ Markus aber berichtet, die Frauen seien derart erschrocken gewesen, dass sie sich fürchteten, jemand etwas zu sagen. In meinen Augen eine überzeugende Reaktion. Auch damals schon hätte ihnen niemand geglaubt, dass ein Toter wieder aufersteht.

Petrus glaubt es nicht

Die Evangelisten Lukas ((Lk 24,1-12) und Johannes (Joh 20,1-10) berichten ebenfalls von Frauen, darunter teilweise die bereits erwähnten, die das Grab leer fanden und den Engel antrafen. Sie eilten tatsächlich zu den Jüngern und berichteten Petrus vom leeren Grab. Bei Lukas heißt es: „Doch die Apostel hielten diese Reden für Geschwätz und glaubten ihnen nicht. Petrus aber stand auf und lief zum Grab. Er beugte sich vor, sah aber nur die Leinenbinden. Dann ging er nach Hause, voll Verwunderung über das, was geschehen war.“ 

Wie? Petrus, der engste Freund Jesu wunderte sich? Er, der wie kein anderer der Vertraute Jesu war, glaubte nicht, dass Jesus von den Toten auferstehen konnte?“ Und bei Markus trauten sich die Frauen gar nicht erst, den Jüngern davon zu erzählen, weil sie fürchteten – wie bei Lukas tatsächlich erwähnt – für verrückt gehalten zu werden. 

Das sind meine Beweise. Diese zutiefst menschliche Reaktion der Follower Jesu überzeugt mich. Denn alle hatten doch miterlebt, wie Jesus Kranke heilte, Dämonen austrieb und Tote (Lazarus) auferweckte. Aber ihm selbst trauten sie nicht zu, dass von den Toten wieder auferstehen könnte. Damit bewegen sich die Jünger – ob Männer oder Frauen – auf der gleichen Ebene, wie die eingangs geschilderten Doku-Zweifler unserer Tage. Sie verhalten sich nicht anders, als die säkular-naturwissenschaftlich geprägten Skeptiker unserer Tage. 

Zwar schreibt Johannes davon, dass einer der Jünger beim Anblick des leeren Grabes an die Auferstehung Jesu glaubte, überliefert uns aber keinen Namen. Und Petrus war es nicht; dieser zählte zu den „Verwunderten“.

Jünger brauchen Fakten-Check

Und so musste Jesus den Jüngern in den nächsten Wochen „in echt“ erscheinen, damit sie glaubten. Der Apostel Thomas zweifelte so sehr, dass er sogar Jesus berühren musste – also eine haptische Erfahrung machen musste, bevor er bereit war, das Unglaubliche zu glauben. 

Weil sich ausgerechnet die Jünger, die Jesus erlebt und gekannt hatten, damals nicht anders verhielten als wir es wohl heute auch tun würden, ist für mich die Auferstehung überzeugend. Auch sie bedurften eines Beweises – oder wie wir heute sagen: eines Fakten-Checks. Danach aber waren sie bereit, für die Botschaft Jesu in den Tod zu gehen. Wer würde für eine Chimäre, für ein „Hörensagen“, für eine Illusion sein Leben geben? Der gestandene Petrus sicherlich nicht. Wohl aber, nachdem er und alle anderen von Jesus den Beweis geliefert bekamen. Jesus kannte seine Pappenheimer. Er wusste, dass er ihnen nicht abverlangen konnte, „einfach so“ an seine Auferstehung von den Toten zu glauben. 

Weil diese 2000 Jahre alte Story aber so gut auch auf unsere Gegenwart passt, glaube ich. Ich glaube, dass Jesus „wahrhaftig“ von den Toten auferstanden ist. Muss ich noch mehr sagen?

Ich wünsche allen Gemeinden unserer Region Südwest viel Freude über die Auferstehung Jesu Christi und rufe Euch zu: FROHE OSTERN! 

Euer

Tom Goeller 

Geschäftsführender Leiter des Landesverbandes Südwest und Fundraiser des BEFG.

 

(Dieser Beitrag erscheint zu Ostern auch in der Zeitschrift „Die Gemeinde“)

Spruch der Woche zum Nachdenken / zur Motivation:
Wochenspruch